Auf den Spuren der alten Griechen und Römer

Man mag es aus heutiger Sicht kaum glauben aber Sizilien gehört zur Wiege der europäischen Kultur. Schuld daran sind vor allen Dingen die alten Griechen.

Sie breiteten sich ab dem 8. Jahrhundert v. Chr. an den Küsten des gesamten Mittelmeers aus - jedenfalls versuchten sie es.

Die grüne Fläche in der Karte unten zeigt grob die größte Ausdehnung des antiken Griechenland - wenige Jahrhunderte v. Chr. Die Karte zeigt auch, daß es antike Konkurrenz gab.

Karthager und Phönizier - zwei Seiten einer Medaille

Notorisch war die zwischen den Griechen und den Karthagern (blaue Fläche). Letztere waren sogar schon 200 Jahre früher auf der antiken Weltbühne. Sie hießen damals nur anders: Phönizier.

Die Phönizier begannen ihre Erfolgsgeschichte dort, wo heute der Libanon liegt. Sie waren ein Handelsvolk, das nicht so sehr an Kolonien, sondern eher an Handelsniederlassungen interessiert war. Und die gründeten sie rund um das Mittelmeer. Eine von ihnen nannten die Phönizier "Karthago", was schlicht "Neue Stadt" bedeutet (Marker 2).

Sizilien in der Antike - wenige Jahrhundert v. Chr.
  • Griechen
  • Karthager (Phönizier, Punier)
  • Römer
  1. Athen
  2. Karthago
  3. Rom

Im 800. Jahrhundert v. Chr. geschah es dann: Die aus dem heutigen Irak kommenden Assyrer verleibten sich Phönizien ein. Karthago hatte sich in der Zwischenzeit aber prächtig entwickelt und wurde jetzt zu einer mediterranen Großmacht. So sind also aus den Phöniziern Karthager geworden.

Die alten Römer breiten sich aus

Die alten Römer konnten sich aber nicht umgewöhnen. Sie nannten die Karthager auch weiterhin "Punier". Die Römer waren übrigens die letzten auf der antiken Weltbühne. Als die Griechen anfingen, sich über das ganze Mittelmeer auszubreiten, gründeten sie gerade einmal ihre Hauptstadt Rom.

Dort wurde es ihnen im 4. Jahrhundert v. Chr. wohl zu langweilig. Jedenfalls fingen die Römer Krieg mit ihren Nachbarn an und breiteten sich langsam aber sicher über das heutige Italien aus.

Die Karte oben lässt schnell erahnen, daß den beiden alteingesessenen Großmächten Griechenland und Karthago die aggressive Expansion der Römer irgendwann auf die Nerven gehen musste. Die Konsequenz daraus ging als "punische Kriege" in die Geschichte ein. Das Ergebnis ist allgemein bekannt: Die Römer gewannen und beherrschten für mehrere hundert Jahre den gesamten Mittelmeerraum.

Das antike Sizilien

Und wer lag mitten drin?
Genau: Sizilien.
Es verwundert also nicht, daß wir eingangs Sizilien der Wiege der europäischen Kultur zugeschlagen haben. Und die Reste dieser Wiege fanden und finden Archäologen immer noch überall auf unserer Sonneninsel.

An diesen Orten präsentieren sie Sizilien-Urlaubern ihre "Fundsachen" besonders schön:

Segesta

Segesta lag genau auf der Grenze zwischen dem karthagischen und griechischen Gebiet. Wie die Karte oben zeigt, haben die Griechen es nie geschafft, die westliche Spitze Siziliens zu besiedeln. Trotzdem gibt es hier einen sehr gut erhaltenen riesigen griechischen Tempel und eines der schönsten Amphitheater Siziliens.

Selinunte

Selinunte liegt nur 40 km südlich von Segesta. Sie wurde von griechischen Siedlern gegründet und später von Karthagern übernommen. Die heutige archäologische Ausgrabungsstätte ist 40 ha groß. Ein großer Teil davon ist für Sizilien-Urlauber frei zugänglich.

Solunto

Solunto war ursprünglich eine karthagische Handelsniederlassung und ging danach in griechische und römische Hände über. Sie wurde von den Römern aus unbekanntem Grund verlassen und geriet in Vergessenheit. Das bietet Sizilien-Urlaubern eine einmalige Gelegenheit: In Solunto können Sie die vollständig erhaltene Grundstruktur einer kleinen antiken Stadt durchwandern.

Tal der Tempel

Das Tal der Tempel ist die beeindruckenste archäologische Ausgrabungsstätte Siziliens. Die alten Griechen hatten hier die Stadt Akragas gegründet. Da die Römer die griechischen Tempel zum Teil übernahmen, sind sie besonders gut erhalten. Nicht zuletzt deswegen hat die UNESCO das Tal der Tempel zum Weltkulturerbe erklärt.

Villa Romana del Casale

Die Villa Romana del Casale ist eines der wenigen beeindruckenden römischen Hinterlassenschaften. Diese Villa ist sogar derart beeindruckend, daß man sie als Wohnort eines römischen Kaisers einordnete. Besonders bekannt wurde die Villa Romana del Casale wegen ihrer Mosaike. Das berühmteste von ihnen zeigt, daß der Bikini bereits in der Antike erfunden wurde.

Jedem dieser antiken Ausflugsorte haben wir eine Webseite gewidmet. Sie bietet Karten, die die Anfahrt mit dem Mietwagen der Trenitalia oder Fernbussen und natürlich die Lage der Sehenswürdigkeiten beschreiben.

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Sie suchen in Sizilien eine Ferienwohnung und sehen den Wald vor lauter Bäumen nicht? Stimmt - das Angebot ist recht unübersichtlich!

Daher finden Sie hier eine kleine aber feine Auswahl. Jede Ferienwohnung in unserer Liste zeichnet sich durch ein "gewisses Extra" aus.

Literaturtipps

Literatur

Heutzutage können sich glücklicherweise nicht nur privilegiert Nordeuropäer wie einst Goethe eine Reise nach Sizilien erlauben. Dementsprechend gibt es eine Vielzahl von Literatur: Reiseführern aber auch einige Reiseberichte, Romane und natürlich Sachbücher - vor allen Dingen zum Thema "Mafia". Wir stellen hier einige besonders interessante Titel vor.