Urlaub in Sizilien  -  Ein Sonnen-Trip sogar im Winter

Video "RTL Empfehlung Sizilien-Urlaub" starten

Bis vor kurzem war ein Sizilien-Urlaub ja noch ein Geheimtipp. Bis... ja, bis der deutsche Fernsehsender RTL seinen Tester auf die Reise schickte. Auf Sizilien angekommen, nahm der sich einen Mietwagen und reiste quer über die Insel. Hier die Zusammenfassung seiner Reise durch Trip Tipp:

  • Die erste Überraschung:
    Sizilien ist größer als gedacht. Eine Nordsee-Insel kann man leicht mit dem Fahrrad umrunden. Im Sizilien-Urlaub braucht man dazu selbst mit dem Mietwagen einen ganzen Tag. Die Trip Tipp Empfehlungen zu Mietwagen finden Sie hier...
  • Die zweite Überraschung:
    Siziliens Strände sind leerer als gedacht. Dieses gilt besonders für die Nachsaison. Dann ist das Wasser noch sehr warm und die ganzen Sizilien-Urlauber aus dem Sommer sind wieder zuhause. Zusätzlich bieten einige Ferienwohnungen einen privaten Zugang zum Meer. So sieht ein perfekter Urlaub aus. Die Trip Tipp Empfehlungen zu Urlaubsorten am Meer finden Sie hier...
  • Die dritte Überraschung:
    Ein Sizilien-Urlaub ist günstiger als gedacht. Selbst auf der zentralen Piazza der Touristen-Hochburg Cefalù wird man mittags für zehn Euro satt. Dafür bekommt man in Venedig gerade mal einen Cappuccino - wenn überhaupt. Die allgemeinen Reiseempfehlungen von Trip Tipp finden Sie hier...
  • Die vierte Überraschung:
    Nicht nur Goethe hatte sich in Sizilien verliebt. Auch einige weniger bekannte deutschsprachige Zeitgenossen hat es erwischt. Und wovon leben die? Genau: von Ferienwohnugen und Sprachkursen. Das vereinfacht die Organisation unseres Sizilien-Urlaubs natürlich ganz enorm. Die Trip Tipp Empfehlungen zu Ferienwohnungen finden Sie hier...

Aber diese vier Überraschungen sind nur der Anfang. Tatsächlich hat Sizilien noch weitaus mehr zu bieten. Davon erzählt Trip Tipp in den nächsten Kapiteln.

Inhalt

Fragen Sie uns!

Kapitel I:  Urlaubs-Panoramen aus Sizilien

Geben Sie's zu: auch Sie denken bei "Sizilien" zuersteinmal an die Mafia - und Sie liegen damit auch nicht ganz falsch. Schließlich erblickte im 19. Jahrhundert das Wort "Mafia" hier das Licht der Welt. Aber mittlerweile ist die Mafia in die Jahre gekommen und blickt nun ihrem baldigen Ende entgegen.

Der Mythos der Paten aber wird bleiben. Er ist ja auch unterhaltsam und zieht Touristen an. Die wundern sich dann, daß Sizilien seeeehr viel mehr zu bieten hat. Das Erstaunen darüber drücken einige Sizilien-Urlauber durch Panorama-Fotos aus.

Besonders engagierte Panorama-Fotografen können Ihre Arbeiten in Google Maps | Views integrieren. Einige besonders schöne Panoramen aus Sizilien möchten wir Ihnen natürlich nicht vorenthalten. Um sich virtuell in ihnen zu bewegen,

  • klicken oder tippen Sie auf den grünen Kreis in der Mitte des Bildes, um die Tour zu starten und
  • bewegen Sie das Bild mit der Maus oder dem Finger beliebig nach rechts, links, unten und oben.
Photo Spere Panorama eines Sizilien-Urlaubs: Scala dei Turchi

Scala dei Turchi

Kaum zu glauben - aber die Scala dei Turchi ist tatsächlich ein Naturstein. Ein Naturstein, der derart weiss ist, daß das ohnehin schon fantastische Blau des Mittelmeeres hier noch blauer wirkt.
Das Panorama dieses einmaligen Naturschauspiels stammt von Gianfranco Guccione.
Photo Sphere Panorama eines Sizilien-Urlaubs: Der Strand von San Vito Lo Capo

San Vito Lo Capo

Sie möchten im Sommer nur eines - nämlich im warmen Mittelmeer baden? Dann ist San Vito Lo Capo das Richtige für Sie.
Wie dieses Urlaubs-Panorama von Bing Minus zeigt, lohnt sich aber auch ein Besuch im April. Dann haben Sie den Strand fast für sich alleine.
Photo Sphere Panorama eines Sizilien-Urlaubs: Der Dom von Cefalu

Cefalù - Dom

Sie finden die Strände Siziliens fantastisch, suchen aber hin und wieder ein bischen Abwechslung? Dann ist Cefalù für Sie goldrichtig: Der schönste Strand und die schönste Altstadt Nord-Siziliens sind hier gute Nachbarn.
Das Urlaubs-Panorama von Barney Meyer zeigt den Dom in der Altstadt von Cefalu.
Photo Sphere Panorama eines Sizilien-Urlaubs: Das antike Theater in Taormina

Taormina - Antikes Theater

Sizilien ist die Wiege der... europäischen Kultur. Richtig gelesen! Im Gegensatz zu heute, stand Sizilien in der Antike nämlich im Mittelpunkt der Welt.
Kein Wunder also, daß Sizilien-Urlauber überall auf die Spuren antiker Völker treffen. So zeigt z.B. dieses von Gianfranco Guccione fotografierte Panorama das griechisch / römische Theater von Taormina - mit dem rauchenden Ätna im Hintergrund.
Photo Sphere Panorama eines Sizilien-Urlaubs: Blick von der Burg in Erice

Erice - Blick von der Burg

Aphrodite und Venus waren die antiken Göttinnen der Fruchtbarkeit und Liebe. Auf dem Berg Erice haben die alten Griechen und Römer ihnen einen Tempel gewidmet.
Man erzählt sich, er sei in Wirklichkeit ein antikes Rotlichtviertel gewesen. Dieses Panorama von Gianfranco Guccione zeigt, was Sizilien-Urlauber dort heute tatsächlich vorfinden: eine wundervoll erhaltene mittelalterliche Stadt.
Photo Sphere Panorama eines Sizilien-Urlaubs: Die Piazza Duomo in Ragusa

Ragusa - Piazza Duomo

Im Norden die Reformation, im Süden der Islam, im Inneren Querköpfe wie Galileo Galilei. Dem musste die katholische Kirche etwas Prächtiges entgegensetzen. So entstand der Barock und brachte auf Sizilien eine besondere Spielart hervor.
Dieses Urlaubs-Panorama von Gianfranco Guccione zeigt ein Beispiel dafür - die Piazza Duomo in Ragusa.
Photo Sphere Panorama eines Sizilien-Urlaubs: Wanderung auf dem Ätna

Ätna

Eine der spannensten Unternehmungen eines Sizilien-Urlaubs ist natürlich der Ätna. Hier kann es auch im Sommer eisig sein. Immerhin ist er der höchste Vulkan Europas.
Dieses Panorama von Gianfranco Guccione zeigt sehr schön einen solchen Ausflug zwischen Feuer und Eis.
Photo Sphere Panorama eines Sizilien-Urlaubs: Die Madonien im Winter

Die Madonien im Winter

Unser letztes Panorama wartet mit einem echten Geheimtipp auf. Der Grund ist einfach: diese Aufnahmen aus dem Naturschutzgebiet der Madonien entstanden im Winter - und wer fährt dann schon nach Sizilien? Fast niemand - sonst wäre es ja auch kein Geheimtipp mehr!
Daher stammt dieses Panorama ausnahmsweise auch nicht von einem Sizilien-Urlauber, sondern schlicht von Google Street View.

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Kapitel II:  Noch mehr Überraschungen

Die vier Überraschungen der RTL sind noch lange nicht alles. Sie drehen sich um den klassischen Sizilien-Urlaub mit Ätna, Meer und Sonne. Aber Sizilien hat noch sehr viel mehr Überraschungen auf Lager. Mit der folgenden Karte zeigt Trip Tipp wo Sie sie finden. Die Abschnitte darunter beschreiben, was Sie dort finden.

Sizilien-Karte der Überraschungen
  1. Mumien - Siziliens geheime Unterwelt
  2. Fluss der Künste - La materia poteva non esserci
  3. Fluss der Künste - Piramide al 38° parallelo
  4. Gibellina - Clash of the Cultures
  5. Mussolinis Geisterstädte
  6. Corleone Al Pacino in der Stadt der Paten
  7. Dolce & Gabbana - Mode aus Sizilien
  8. Cinema Paradiso - Bagheria
  9. Cinema Paradiso - Cefalù
  10. Mit Jazz gegen die Mafia
  11. Einsteins sizilianische Erben
  1. Archimedes - Arkimedeion
  2. Archimedes - Tecnoparco Archimede
  3. Sizilianischer Ska - Der Tanz der Nymphen
  4. Friedrich II - Das Staunen der Welt
  5. So baut man einen Tempel - Cave di Cusa
  6. So baut man einen Tempel - Segesta
  7. Siziliens Vulkane - Das brodelnde Paradies
  8. Sizilien - Oase in einer Wüste aus Salz
  9. Sizilianischer Schwefel - Ganz ohne Höllenfeuer
  10. Sizilianischer Bernstein - Die Tränen der Sonnentöchter

Mumien - Siziliens geheime Unterwelt

Video "Siziliens Mumien. Reise in die Unterwelt" starten

Unter vielen Kirchen Siziliens schlummert ein dunkles Geheimnis. Alles begann vor 500 Jahren. Reformbewegungen in der katholischen Kirche brachten einen neuen Orden hervor: die Kapuziner.

Sie redeten nicht nur von christlicher Nächstenliebe, sondern lebten sie auch. Das brachte den Kapuziner ein hohes Ansehen und eine schnelle Verbreitung - so auch in Sizilien.

Und genau hier entwickelte sich etwas, was heutigen Sizilien-Urlaubern schauerlich vorkommen mag: Die Kapuziner begannen, ihre verstorbenen Ordensbrüder zu mumifizieren.

Der Grund hierfür wird wohl für immmer im Dunklen bleiben. Recht sicher ist nur, daß sie es mit guten Absichten taten - und nicht um Sizilien-Reisende zu erschrecken. Unklar ist auch, wo und wie sie die Technik der Mumifizierung erlernten. Gut bekannt dagegen sind zwei Helfer: Das trockene sizilianische Klima und die kühlen Katakomben unterhalb der Kirchen.

Und eine dieser Katakomben können Sie in Ihrem Sizilien-Urlaub höchstpersönlich und offiziell begutachten. Die Mumien unter dem Kapuzinerkloster sind eine der Sehenswürdigkeitenen Palermos (Marker 1 in der Karte oben) und gleichzeitig die größte Mumiensammlung Europas. Hier treffen Sie auch Rosalia Lombardo, das sizilianische Schneewittchen. Sie starb 1920 im Alter von nur 2 Jahren und gilt als schönste Mumie der Welt.

Pyramiden im Fluss der Künste

Video "Fiumara d'Arte 16/09/2010" starten

Nicht nur Mumien - auch Pyramiden verbinden wir gemeinhin mit Ägypten. Im vorherigen Abschnitt haben wir gesehen, daß uns ein Sizilien-Urlaub Mumien sogar viel näher bringt.

Mit Pyramiden ist es kaum anders. Naja - ehrlich gesagt ist es nur eine und die ist weder alt, noch ist sie aus Stein. Die "Piramide al 38° parallelo" ist Teil des Open Air Kunstprojektes "Fiumara d'Arte" (frei übersetzt: "Fluss der Künste").

Antreiber dieses Projekts ist der sizilianische Künstler und Mäzen Antonio Presti. Antonio Presti hatte sich immer schon für zeitgenössische Kunst interessierte, musste aber in den 80er Jahren die Firma seines verstorbenen Vaters übernehmen.

Diese Firma produzierte Material für den Ausbau der Straßen Siziliens und paßte damit perfekt in das Beuteschema der Mafia. Deren dramatischer Abstieg hatte zwar bereits begonnen aber das konnte damals natürlich niemand ahnen. Auch Antonio Presti nicht.

Und so entschloss er sich, die Firma aufzugeben um sich fortan nur noch der Kunst zu widmen. Eines der ersten Projekte galt dem Andenken seines Vaters. Antonio Presti gab dazu bei einem befreundeten Bildhauer eine Skulptur namens "La materia poteva non esserci" (frei übersetzt: "Die Materie könnte nicht vorhanden sein") in Auftrag. Diese stellte er sich aber nicht in den heimischen Garten, sondern in die Mündung des Flusses Tusa (Marker 2 in der Karte oben).

Schnell entwickelte sich daraus eine ganz neue Idee: "Warum eröffnen wir nicht ein Freiluft-Museum mit mehreren zeitgenössischen Skulpturen?" Gesagt getan - "Fiumara d'Arte" war geboren. Im Video rechts oben präsentiert Antonio Presti die Geschichte dieses Projekts. Auch wenn Sie kein Italienisch sprechen, so ist doch im wahrsten Sinne des Wortes "offensichtlich", worum es geht.

Unsere Pyramide "al 38° parallelo" ist die bisher letzte Skulptur des Projekts (Marker 3 in der Karte oben). Die Reaktionen auf diese Skulpturen sind recht unterschiedlich. Sie reichen von "Ist das Kunst oder kann das weg?" bis hin zu "Die Pyramide symbolisiert unser menschliches Schicksal im Kampf zwischen Immanenz und Transzendenz".

Machen Sie sich im nächsten Sizilien-Urlaub einfach selber ein Bild vom "Fluss der Künste". Wer sich intensiver mit dem Projekt beschäftigen möchte, dem sei das kongenial dazu passende Hotel Atelier sul Mare empfohlen.

Gibellina - Clash of the Cultures

Video "Gibellina - Città d'arte" starten

"Ist das Kunst oder kann das weg?" Mit dieser Provokation muss sich moderne Kunst wohl überall auf der Welt auseinandersetzen.

Für Sizilien gilt das sogar ganz besonders. Denn - Überraschung: hier gibt es die Stadt mit der höchsten Dichte an moderner Kunst in Italien - Gibellina (Marker 4 in der Karte oben).

Wie es dazu kam? 1968 wurde das alte Gibellina durch ein Erdbeben so stark beschädigt, daß man sich entschloss, die Stadt in gut 10km Entfernung vom alten Zentrum neu aufzubauen.

Der Grund dafür war allerdings weniger ein geologischer, als vielmehr ein "geschäftlicher": Deim Verkauf des Baulands verdiente sich die damals Sizilien noch dominierende Mafia eine goldene Nase.

Zur weiteren Entwicklung trug die Mafia dann ausnahmsweise nichts bei: Der Bürgermeister von Gibellina hatte nämlich die Idee, die Wiederaufbau durch zeitgenössische Künstler und Architekten ausführen zu lassen. Und tatsächlich stellten sich aus ganz Italien über 100 von ihnen für das Projekt zur Verfügung.

Trotz (oder vielleicht sogar wegen) dieser geballten Kompetenz ist das Ergebnis umstritten. Die TripAdvisor-Bewertungen zeigen das augenfällig: von "excellent" bis "terrible" sind alle Benotungen fast gleich stark verteilt. Eines fällt allerdings auf: Durch die Kommentare der weniger guten Bewertungen zieht sich der Eindruck einer Geisterstadt. Die zeitgenössische Kunst und Architektur an sich sei sehr interessant, die Stadt aber "tot".

Kein Wunder - hier sind schlicht zwei Kulturen aufeinandergeprallt. Eine städtisch geprägte Avantgarde stülpte einer traumatisierten, ländlichen Kleinstadt ihre Ideen über. In einem sind sich aber viele Kommentatoren einig: Ein Tagesausflug nach Gibellina ist auf jeden Fall eine Bereicherung für Ihren Sizilien-Urlaub.

Mussolinis Geisterstädte

Mussolinis Geisterstädte

Zugegeben - Gibellina als Geisterstadt zu bezeichnen ist ein wenig übertrieben. Zumal Sizilien doch auch richtige Geisterstädte zu bieten hat. Z.B. den Borgo Schirò (Marker 5 in der Karte oben).

Nein, Gold wurde hier früher nicht geschürft. Und die verfallenden Häuser sind auch keine Bretterbuden. Sie sind aus Stein und Beton und ihre Architektur ist die der Mussolini-Zeit.

Selbiger nämlich, hatte sich mit den sizilianischen Landbaronen überworfen. Um sie zu ärgern, kehrte er die sozialistische Seite seiner faschistischen Gesinnung heraus und rief den "Assalto al latifondo" (Sturm auf den Großgrundbesitz) aus. In der DDR nannte man ähnliche Aktionen ein wenig später "Junkerland in Bauernhand".

In Sizilien wurde nicht nur Land enteignet, sondern man baute für ehemals landlose Bauern neue Dörfer - wie eben den Borgo Schirò. Wäre Mussolini kein Faschist gewesen, hätte man ihm sogar zustimmen müssen. Von Natur aus ohnehin zumeist stockkonservativ, waren die sizilianischen "Junker" nämlich besonders rückständig.

Was Mussolini besonders ärgerte: Diese Rückständigkeit betraf sogar die landwirtschaftlichen Anbaumethoden. Die Kornkammer Sizilien hätte wesentlich mehr abwerfen können. Ein Mehr, das Mussolini für seine Kriege gebraucht hätte. Also könnte man auf der anderen Seite den Landbaronen sogar dankbar sein - wäre die Kriegsbehinderung ihr eigentliches Motiv gewesen. Es war aber tatsächlich nur ihre dumpfe Rückständigkeit.

Mussolini hatte auch noch einen zweiten Grund auf die Landbarone sauer zu sein. Sie waren nämlich Steigbügelhalter der Mafia und die verträgt sich nun einmal nicht mit Faschismus.

Seinen "Sturm auf den Großgrundbesitz" hatte Mussolini allerdings erst 1940 begonnen. Er endete schon 3 Jahre später mit der Landung amerikanischer Truppen auf Sizilien. Landreformen gab es dann 1950 wieder - dieses mal allerdings mit demokratischen Spielregeln. Mussolinis "Anti-Junker-Dörfer" waren also nicht mehr nötig und sind heute Geisterstädte - interessant nicht nur für Silizien-Urlauber mit historischem Interesse.

Der Borgo Schirò ist einer der Geheimtipps eines Sizilien-Urlaubs und hat weder Öffnungszeiten, Eintrittspreise oder TripAdvisor-Bewertungen.

Al Pacino in der Stadt der Paten

Video "TheGodfather2 Simonetta Stefanelli Apollonia" starten

Sizilien-Urlauber, die Mussolinis Geisterstadt Borgo Schirò besucht haben, finden "gleich um die Ecke" die wohl bekannteste und gleichzeitig verrufenste Stadt Siziliens: Corleone (Marker 6 in der Karte oben).

Erinnern Sie sich noch an Don Vito Corleone, den von Marlon Brando gespielten Paten im gleichnamigen Roman und Film von Mario Puzo bzw. Francis Ford Coppola?

Das Video rechts zeigt seinen Sohn Michael Corleone (Al Pacino) bei der Besichtigung der Stadt, die der Mafia-Familie den Namen gab - und in der Don Vito einst aufgewachsen war. Er hieß damals allerings Vito Andolini und war zuersteinmal selber ein Opfer der Mafia - sein Vater wurde von ihr ermordet. Vito wanderte daraufhin nach Amerika aus. Ein Einwanderungsbeamter verwechselte Nachnamen und Geburtsort und so wurde aus dem Jungen "Vito Andolini" "Vito Corleone".

Soweit die Fiktion, die die real existierende Stadt Corleone heute zum Magnet für viele Sizilien-Urlauber macht. Tatsächlich kam diese Fiktion der Realität aber recht nahe. Schon im 19. Jahrhundert war Corleone eine Hochburg der real exisitierenden Mafia. Nach dem zweiten Weltkrieg entwickelte sich Corleone sogar zu einer der gefährlichsten Städte der Welt. Eine bedrückende Dokumentation der RAI (Video auf Italienisch) aus dieser Zeit schätzt, daß 20% der Todesfälle "unnatürlich" waren.

Der Zusammenhang zwischen der Fiktion "Der Pate" und der Realität "Corleone" ist also alles andere als zufällig. All diese Dinge sind gut informierten Sizilien-Urlaubern wahrscheinlich bekannt. Die Überraschung steckt in der Fiktion, bzw. einem der Hauptdarsteller des Films: Al Pacino ist nämlich der Sohn eines gewissen Salvatore Pacino. Und nun dürfen Sie raten, wo der geboren wurde... genau - in Corleone.

Dolce & Gabbana - Mode aus Sizilien

Video "Behind the scenes of Dolce & Gabbana's sexy shoot in Sicily" starten

Sizilien ist ein Auswanderungsland - Amerika ein Einwanderungsland. Alleine Anfang des 20. Jahrunderts kehrten 1,5 Mio. Sizilianer ihrer Heimat den Rücken. Die sizilianischen Wurzeln vieler Italo-Amerikaner wie Al Pacino wundern also nicht.

Nach dem zweiten Weltkrieg gab es nicht nur in Deutschland, sondern auch in Norditalien ein Wirtschaftswunder. Sizilianer mit Ambitionen emigrierten jetzt nicht mehr mit Ozeandampfern Richtung New York, sondern mit der Trenitalia Richtung Mailand.

Einer von ihnen hieß Domenico Dolce. Er kam aus einem der Anziehungspunkte für naturverbundene Sizilien-Urlauber - den Madonien: Sein Vater hatte in der kleinen Stadt Polizzi Generosa (Marker 7 in der Karte oben) ein Bekleidungsgeschäft - ein perfekte Ort für das junge Talent Domenico Dolce. Schon als kleiner Junge entwarf und schneiderte Domenico Kleidung.

Leider wird Sizilien für junge Talente meist schnell zu eng. Kein Wunder also, daß Domenico Dolce sich als Jugendlicher bei einem Modehaus in Mailand bewarb. Es gehörte einer Familie namens Gabbana. Auch diese Familie hatte ein besonderes Talent für Kleidung hervorgebracht, den etwa gleichaltrigen Stefano.

Die beiden jungen Leute lagen schnell auf einer Wellenlänge. Das war der Beginn einer unglaublichen Erfolgsgeschichte, einer Erfolgsgeschichte mit sizilianischen Wurzeln. Wurzeln, die Dolce & Gabbana auch für ihr Marketing nutzen - wie das Video rechts oben sehr schön zeigt (das Ergebnis der Dreharbeiten sehen Sie übrigens hier).

Dolce & Gabbana arbeiten aber nicht nur - wie im obigen Video - mit dem Regisseur Mario Testino zusammen. Für sie arbeitet auch der sizilianische Fotograf Ferdinando Scianna aus Bagheria (Marker 8 in der Karte oben). Er ist einer von nur drei italienischen Mitgliedern der erlauchten Fotoagentur Magnum. In Bagheria wuchs auch ein anderes sizilianisches Talent auf das hin und wieder für Dolce & Gabbana arbeitet. Zu ihm kommen wir im nächsten Abschnitt.

  • Die Meinungen auf TripAdvisor über die Heimatstadt von Domenico Dolce.

Cinema Paradiso - Das Kinoparadies Sizilien

Video "Cinema Paradiso Original Trailer (1988)" starten

In den 50er Jahren war auch in Sizilien die Kinowelt noch heil. Fernseher waren für die meisten unerschwinglich und die Kinosäle daher voll.

In der kleinen sizilianischen Stadt Bagheria (Marker 8 in der Karte oben) ließ sich ganz besonders ein kleiner Junge von der Phantasiewelt des Kinos anstecken: Giuseppe Tornatore.

Und ähnlich wie bei Domenico Dolce trat auch sein Talent früh zutage: Der kleine Giuseppe machte seine Umgebung notorisch mit einem Fotoapparat unsicher.

Auf der Schule zeigte sich dann sein zweites Talent - das des Regisseurs. Bereits im zarten Alter von 16 Jahren brachte Giuseppe Tornatore Stücke des sizilianischen Literatur-Nobelpreisträgers Luigi Pirandello auf die Bühne - und das ist alles andere als "leichte Kost".

Der junge Giuseppe Tornatore war also gleich mit zwei Talenten gesegnet. Talente, die regelrecht eine Berufung zum Filmregisseur und Drehbuchautoren mit sich bringen. Seine ersten Filme - überwiegend Dokumentationen - drehte er noch in Sizilien aber natürlich wurde unsere Urlaubsinsel auch für Giuseppe Tornatore schnell zu klein: Rom lockte mit seiner Cinecittà.

Die Verbindung zu seiner alten Heimat blieb aber - und ist nach wie vor - sehr eng. Vor allen Dingen wäre Tornatores internationaler Durchbruch kaum ohne seine sizilianischen Wurzeln denkbar gewesen: Ende der 80er Jahre hatte das Kinosterben längst auch auf Sizilien übergegriffen. Giuseppe Tornatore kam auf die Idee, wenigstens in einem Film die goldenen Zeiten des Kinos wieder aufleben zu lassen - die Zeiten also, die sein Talent geweckt hatten.

Er gab seinem Film den Namen Nuovo Cinema Paradiso, brachte ihn 1988 in die Kinos und... nichts. Cinema Paradiso drohte ein gewaltiger Flop zu werden. Glücklicherweise endete die Geschichte aber wie das Märchen von Dornröschen. Der rettende Prinz war ein Kinobesitzer in der sizilianischen Stadt Messina. Er glaubte an den Film und dachte sich eine spezielle Marketing-Aktion aus: Zuschauer brauchten nur zahlen, wenn ihnen der Film gefallen hatte.

Und er gefiel so gut wie allen. Am Ende gab es dann wieder eine sizilianische Erfolgsgeschichte: Cinema Paradiso erhielt einen Oscar, den Golden Globe und viele andere Auszeichnungen. Die Aussendrehorte sind mittlerweile übrigens auch beliebte Ziele für einen Sizilien-Urlaub: Bagheria (Marker 8 in der Karte oben), die Heimatstadt von Giuseppe Tornatore und Cefalù (Marker 9 in der Karte oben), die nordsizilianische Stadt mit dem schönsten Strand.

  • Die Meinungen auf Moviepilot über "Cinema Paradiso".

Mit Jazz gegen die Mafia

Video "spasimo jazz night gianluca pellerito e gigi cifarelli agosto 2008" starten

Nun kommen wir zu einer der wohl "schrägsten" Überraschungen mit der Sizilien aufwarten kann: Palermo ist eine der Jazz-Metropolen Europas!

Wahrscheinlich fallen Ihnen eine Menge Dinge zu Palermo ein - aber "Jazz"? Geschweige denn "Jazz-Metropole"!? Es ist aber wahr.

Das Video rechts beweist es. Es entstand 2008 in der Kirche "Santa Maria dello Spasimo" (Marker 10 in der Karte oben) bzw. in dem, was von der Kirche noch übrig ist. Sie wurde nämlich nach ihrem Bau im 16. Jahrhundert nur 70 Jahre lang genutzt und danach von der Stadt gekauft.

Gut bekommen ist ihr die weltliche Nutzung dann aber nicht. Parallel mit dem sie umgebenden, früher einmal reichen Viertel "Kalsa" ging "Lo Spasimo" mehr und mehr vor die Hunde - die Mafia hatte sich hier breit gemacht. 1985 wurde dann ein gewisser Leoluca Orlando Bürgermeister von Palermo. Mit ihm begann der zivile Widerstand Palermos gegen die Mafia.

Leoluca Orlando legte vor allen Dingen Wert auf die Revitalisierung kultureller Einrichtungen. Das kam auch Lo Spasimo zugute: das alte Gemäuer wurde samt aller Nebengebäude renoviert. Nur das Dach sparte man sich - nicht etwa aus Geldmangel, sondern weil auf diese Weise ein spektakulärer Veranstaltungsraum entstand.

In den Nebengebäuden ist heute die Jazz-Schule der Fondazione The Brass Group untergebracht. Wie gut die Förderung des Jazz-Nachwuchses funktioniert, zeigt auch wieder das Video oben rechts. Der Drummer sieht nicht nur jung aus er ist es auch: Gianluca Pellerito war zur Zeit der Aufnahme gerade einmal 14 Jahre alt. Mittlerweile ist er international bekannt und Kopf gleich mehrerer Bands.

Die Brass Group kümmert sich aber nicht nur um den Nachwuchs sondern betreibt das einzige italienische Jazz-Orchester mit regionalem Bezug - das Orchestra Jazz Siciliana. "Regionaler Bezug" heisst aber keineswegs "provinziell". Ganz im Gegenteil: es spielt auf Augenhöhe mit Jazz-Institutionen wie dem Lincoln Center in New York. In seinen ca. 3000 (!) Konzerten hat es mit nahezu allen Jazz-Größen dieser Welt zusammengearbeitet.

Der Jazz ist also nicht nur eine weitere Überraschung für Sizilien-Urlauber, sondern auch eine weitere sizilianische Erfolgsgeschichte.

Einsteins sizilianische Erben

Video "CROZZA - ZICHICHI VS ZICHICHI" starten

Daß Sizilien weltweit bekannte Künstler hervorgebracht hat - und immer wieder hervorbringt - überrascht Sie mittlerweile wohl kaum mehr.

Es kommt aber noch "schlimmer": auch die Wissenschaft bereichert Sizilien mit kreatischen Köpfen und der Förderung des internationalen (!) Forscher-Nachwuchses.

Im Mittelpunkt steht dabei der Physiker Antonino Zichichi (im Bild der Herr unter dem Gleichheitszeichen im Hintergrund). Seine Spezialität ist die Teilchenphysik, seine Heimatstadt Trapani.

Teilchenphysiker versuchen herauszufinden, was die Welt im Innersten zusammenhält. Dazu jagen sie winzige Materieteilchen mit aberwitzigen Geschwindigkeiten durch riesige Röhren. Am Ende der Strecke rumst es dann ordentlich - die beschleunigten Teilchen treffen auf eine Folie aus anderer Materie. In den Überresten solcher Kollisionen sucht man dann nach Antworten auf die letzten Fragen der Physik.

Das, was auf den ersten Blick als Spielwiese überspannter Theoretiker aussehen mag, findet mittlerweile auch praktische Anwendungen: In einer von ihnen ersetzen Krebszellen die Folie am Ende der Röhre.

Der Sizilianer Antonino Zichichi ist nicht nur einer der bekanntesten Teilchenphysiker der Welt, er gilt auch als hervorragender Organisator. Gleichzeitig hat er das Talent, komplizierte Dinge anschaulich erklären zu können.

Trotzalledem ist auch das Bild des überspannten Theoretiker nicht ganz falsch. Antonino Zichichi mischt sich gerne in die Politik und in andere Wissenschaftsgebiete ein. Als gläubiger Katholik ist ihm dabei besonders die Evolutionstheorie ein Dorn im Auge. Eine Theorie, mit der sich der Vatikan eigentlich schon lange versöhnt hat.

Die Stilblüten unseres Physikers sind natürlich ein gefundenes Fressen für die Satire. Der italienweit bekannte Komiker Maurizio Crozza schlüpft besonders gerne in die Rolle von Antonino Zichichi. Trotzdem vertragen sich die beiden ganz gut - wie das Video rechts oben zeigt.

Unumstritten ist dagegen der Einsatz von Zichichi zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Dazu hat er auf dem Monte Erice (Marker 11 in der Karte oben), vor den Toren seiner Heimatstadt Trapani, schon 1963 eine internationale "Sommerschule für Physik" eingerichtet. Mittlerweile ist daraus das Centre for Scientific Culture geworden. Die Themen der dort angebotenen Sommerschulen gehen inzwischen weit über die Physik hinaus.

Erice ist aber nicht nur für Silizien-Urlauber mit wissenschaftlichem Interesse ein Besuch wert. Die mittelalterliche Stadt auf dem Berg bietet einen überwältigenden Blick auf das Meer und das Hinterland von Trapani.

Tatsächlich ist Antonino Zichichi nicht der einzige "Einstein Siziliens". Das "Centre for Scientific Culture" ist dem sizilianischen Physiker Ettore Majorana gewidmet. Leider verstand er es im Gegensatz zu Zichichi nicht, seine Ideen darzustellen. Wegen seiner kommunikativen Schwierigkeiten vereinsamte er zusehends. Ettore Majorana verschwand 1938 auf bis heute ungeklärte Weise.

Im Aufsatz Ettore Majorana - Genius and Mystery [PDF, 2.1 MByte] umreisst Antonino Zichichi den Beitrag von Ettore Majorana zur modernen Physik. Leider ist er nur für physikalisch "vorbelastete" Sizilien-Urlauber verständlich. Enrico Fermi, ein anderer weltbekannter italienischer Physiker, beschrieb Ettore Majorana verkürzt so: "Es gibt Wissenschaftler ersten Ranges. Sie machen wichtige Entdeckungen und bringen die Wissenschaft dadurch voran. Und dann gibt es noch Genies wie Galilei und Newton. Majorana war einer von ihnen."

Archimedes - Das unbekannte Genie

Video "ARCHIMEDES - SEIN LEBEN - SEINE WERKE" starten

Im vorherigen Abschnitt stellte der italienische Physiker Enrico Fermi den sizilianischen Physiker Ettore Majorana auf eine Stufe mit Galilei und Newton.

Dabei hat er allerdings das wohl größte aller Genies vergessen: Archimedes. Typisch! Nicht nur die Arbeiten von Archimedes werden gerne unterschätzt, es ist auch nur wenigen bekannt, daß Archimedes Sizilianer war.

Tatsächlich lebte Archimedes im 3. Jhd v. Chr in Syrakus. Ein Sizilien-Urlaub ist eine hervorragende Gelegenheit, Archimedes im Museum Arkimedeion im Stadtzentrum von Syrakus (Marker 12 in der Karte oben) und im etwas ausserhalb liegenden Tecnoparco Archimede (Marker 13 in der Karte oben) näher kennenzulernen.

Zu Archimedes Lebzeiten war Syrakus nicht nur die mächtigste Stadt Siziliens, sondern auch ein Magnet für Wissenschaftler und Künstler aus dem ganzen Mittelmeerraum. Aber nicht nur die Stadt, auch das Elternhaus waren perfekt für die Förderung des jungen Talentes Archimedes: Sein Vater hatte als königlicher Astronom Zugang zum allerneuesten Wissen.

Und das entwickelte sich damals rasend schnell. Denn Naturphänomene versuchte man wissenschaftlich zu erklären. Das Essen vom "Baum der Erkenntnis" als "Sünde" zu bezeichnen, hätte man damals wohl nur mit Kopfschütteln beantwortet.

Wie stark Archimedes dann tatsächlich die Erkenntnis vorantrieb, beginnt man erst seit Kurzem zu verstehen. Dahinter steckt ein Wissenschaftskrimi, der durchaus Stoff für Hollywood bietet. Mitte des 19. Jahrhunderts entdeckte man nämlich dieses Buch von Archimedes - und wir können es heute "frei herunterladen". Unglaublich aber wahr!

Leider ist es in altem Griechisch geschrieben und selbst für Kenner dieser Sprache schwer lesbar. Der Grund hierfür: das Buch wurde irgendwann "recycelt", die alte Schrift also abgekratzt und die Seiten neu beschrieben. Man mag entsetzt die Hände über den Kopf zusammenschlagen aber Papier ist erst seit sehr kurzer Zeit im Überfluss vorhanden.

Glücklicherweise erkannten die Entdecker des Buches dessen Wert. Bevor sie es vollständig "bergen" konnten, brach der Irrsinn des ersten Weltkrieges über sie herein. Zum Glück tauchte das Buch dann aber 1998 bei Christie's auf und wurde von einem reichen Amerikaner gekauft.

Diesem Herren müssen wir sehr dankbar sein, denn er stellte es Wissenschaftlern zur Verfügung. Und denen gelang es tatsächlich, Archimedes Text mit Hilfe von Röntgenstrahlen wieder sichtbar zu machen. Der Inhalt war dann ein "Schlag in's Kontor" der Wissenschaftsgeschichte: Archimedes hatte sich bereits mathematischer Werkzeuge bedient, von denen man bisher annahm, Descartes, Newton und Leibniz hätten sie erfunden.

Zwischen diesen drei Herren und Archimedes liegen nahezu 2000 Jahre. Was um Himmels Willen haben die Wissenschaftler eigentlich in der Zwischenzeit gemacht? Und überhaupt: warum hat niemand die Arbeit von Archimedes fortgeführt? Die Antwort ist so einfach wie sie traurig ist:

Während der punischen Kriege wurde Syrakus von römischen Truppen verwüstet und Archimedes umgebracht. Wissenschaftliche Arbeiten konnten zu der Zeit nicht vielfach kopiert werden. Mit Werk und Autor ging also gleichzeitig auch dessen Wissen verloren.

Aber gab es denn 2000 Jahre lang keine anderen Genies - keinen neuen Archimedes? Wahrscheinlich wird es sie gegeben haben aber es fehlte die "fruchtbare Umgebung". Es dominierte in dieser Zeitspanne auch eine neue Religion. Eine Religion, die das Essen vom "Baum der Erkenntnis" tatsächlich als "Sünde" betrachtete.

Sizilien wurde so von einer reichen Wissens-Hochburg zur unterentwickelsten Region Europas. Eines der Beispiele dafür ist der Analfabetismus. Er ging in Sizilien erst in den 70er Jahren zuende - den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts.

Sizilianischer Ska - Der Tanz der Nymphen

Video "Roy Paci & Aretuska - Cantu siciliano (2002)" starten

Stalking ist keineswegs eine neue Erscheinung. Schon die Götter der alten Griechen übten sich darin. Ein Beispiel dafür ist der Flussgott "Alpheios".

Er hatte sich unsterblich in die Nymphe "Arethusa" verliebt. Die war allerdings eher von Männern genervt und ließ sich zum Schutz gegen Alpheios in eine Quelle verwandeln.

Was das alles mit Sizilien zu tun hat?

Etwas sehr Erstaunliches: Die Verwandlung fand nämlich in Sizilien statt - genauer gesagt in Syrakus. Und wie Marker 14 in der Karte oben zeigt, finden Sizilien-Urlauber die Quelle "Arethusa" auch heute noch dort - und zwar direkt am Hafenrand.

Was daran so erstaunlich ist?

"Arethusa" ist eine Süßwasserquelle, das direkt daneben liegende Mittelmeer dagegen salzig. Funktionieren tut das nur, weil "Arethusa" von einem Fluss gespeist wird, der unterhalb des Meeresbodens verläuft. Eine Süßwasserquelle direkt am Meer - kein Wunder also, daß Syrakus eine der mächtigsten Städte der griechischen Antike war. Bleibt also nur noch eine dritte Frage:

Was hat das alles mit Ska zu tun?

Die Antwort zeigt das Video oben rechts. Diese sizilianische Band nennt sich "Aretuska" und spielt dabei mit dem italienischen Namen der Quelle - also "Aretusa" - und dem Wort "ska". Der Name rührt aber nicht nur daher, daß der Frontmann der Band - Roy Paci - in der Nähe der Quelle aufgewachsen ist.

Roy Paci engagiert sich gegen Gewalt gegen Frauen und auch dafür ist ja - dank der griechischen Götter - "Aretusa" ein Symbol. Konsequenterweise hat sich eine EU-geförderte Gleichstellungs-Initiative diesen Namen gegeben.

Kaum zu erwähnen braucht man wohl, daß Roy Paci in der sizilianischen Antimafia-Bewegung aktiv ist. Sein gelegentliches Mafia-Macho-Outfit und das martialische Logo auf seiner Homepage sind nur ein werbewirksames Spiel mit Klischees.

Wenn Sie Roy Paci in Ihrem Sizilien-Urlaub live erleben wollen, schauen Sie einfach einmal in den Tourneeplan auf seiner Homepage:

Friedrich II - Das Staunen der Welt

Video "Die Deutschen S02E02 Friedrich II und der Kreuzzug Teil1" starten

Mit dem Tod von Archimedes begann ein langer Abstieg Siziliens. Er dauerte gut 2000 Jahre und endete erst in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts. Dieser kurze Überblick über die Geschichte erklärt, wie es dazu kam.

Im Mittelalter (!) gab es allerdings ein kurzes aufklärerisches Flackern. Und das brachte die ganze Welt zum Staunen. Verantwortlich dafür war der Staufer-König Friedrich II.

Friedrich wuchs allerdings nicht auf der Burg Hohenstaufen, sondern in Sizilien auf. Seine Mutter war nämlich die Königin unserer Urlaubsinsel. 1198 folgte ihr Friedrich auf den Thron - im zarten Alter von vier Jahren. Die Folge: Friedrich wurde einem Chaos wechselnder Vormünder ausgesetzt.

Die sizilianischen Adeligen nutzten diese Situation, um sich große Teile des Königsbesitzes unter den Nagel zu reissen. Sie konnten ja nicht ahnen, daß sie sich das politische Supertalent des Mittelalters zum Feind gemacht hatten.

Als Friedrich dann volljährig wurde, stellte er zuersteinmal Sizilien auf den Kopf. Aber nicht um Chaos zu erzeugen, sondern im Gegenteil, um ein modernes Staatswesen aufzubauen.

Natürlich handelte es sich dabei nicht um eine Demokratie. Friedrich ging es um Zentralisierung und Standardisierung. Das klingt heute nicht unbedingt positiv, war es aber damals sehr wohl. So wurden unter Friedrich z.B. die Selbstjustiz verboten, der Naturschutz zum "Staatsziel" erhoben und Frauenrechte gestärkt - ja, wir befinden uns immer noch im Mittelalter.

Der Schutz und das Verständnis der Natur waren Friedrich ein ganz besonderes Anliegen. Ganz in antiker Tradition beharrte er darauf, daß Naturphänomene wissenschaftlich erklärbar sein müssten. Wie schon Archimedes vor ihm, aß also auch Friedrich gerne vom "Baum der Erkenntnis".

Daß er sich damit im Vatikan nicht gerade Freunde machte, ist verständlich. Der Papst ärgerte sich zusätzlich über die geringen Ambitionen Friedrichs im Zusammenhang mit den Kreuzzügen und die Versuche von Friedrich seine weltliche Macht zurückzudrängen.

All diese Aktionen Friedrichs II waren für die damalige Zeit derart ungewöhnlich, daß man ihn "stupor mundi", also "Das Staunen der Welt" nannte. Auch heutige Sizilien-Urlauber bringt Friedrich noch zum Staunen: sein Sarkophag steht im Dom von Palermo (Marker 15 in der Karte oben).

So baut man einen Tempel

So baut man einen Tempel

Einige der best-erhaltenen griechischen Tempel stehen in Sizilien. Viele Sizilien-Urlauber können es kaum glauben - selbst wenn sie direkt vor einer der riesigen Säulen stehen.

Griechische Tempel wollen einfach nicht in das Klischee von Sizilien passen. Hat man das dann doch einmal "gefressen", will das ungläubige Staunen trotzdem kein Ende nehmen: Wie um Himmels willen haben die alten Griechen soetwas nur bauen können?

Ganz ohne Presslufthammer, Laser und Computer? Und vor allen Dingen ohne Bagger, Schwerlasttransporter und gesperrte Autobahnen? Waren vielleicht doch Erich von Dänikens Ausserirdische am Werk? Waren - wie Däniken titelte - die Götter doch in Wirklichkeit Astronauten?

Nein, die Menschen damals waren ja nicht blöd. Sie hatten nur noch keine einfache Möglichkeit, ihr Wissen aufzuschreiben und so für uns Spätergeborene zu erhalten. Glücklicherweise aber, können wir in unserem Sizilien-Urlaub Tempel nicht nur bestaunen, sondern auch sehen, wie man sie baute.

Auf Sizilien gibt es nämlich einen antiken Steinbruch, der Hals über Kopf von den Handwerkern verlassen wurde - die "Cave di Cusa" (Marker 16 in der Karte oben) bei Selinunte. Hier fallen die vielen, einfach "so herumliegenden" Säulentrommeln sofort ins Auge. Einige davon sind sogar erst halb aus dem Felsen herausgeschlagen.

Diese Illustration zeigt, wie sich Archäologen die Herstellung von Säulentrommeln vorstellen und diese, wie die alten Griechen sie transportiert haben. Auf der Baustelle angekommen, wurden die grob vorgearbeiteten Säulentrommeln gestapelt (Kräne hatten die Griechen ab ca. 600 v. Chr.) und nachbearbeitet. Dazu wurden "Riefen" in die Säulen gemeisselt und so die Fugen zwischen den einzelnen Säulentrommeln "getarnt".

Ein Sizilien-Urlaub bietet auch hierzu ein lebendiges Beispiel - den berühmten Tempel von Segesta (Marker 17 in der Karte oben). Auf den ersten Blick fällt nur sein guter "Allgemeinzustand" auf. Der zweite Blick allerdings verrät, daß der Tempel nur ein Rohbau ist: die Säulen sind noch unbearbeitet, die einzelnen Säulentrommeln also sehr gut zu erkennen.

Gut zu sehen sind auch die "Nasen" an den Steinen im Fundament. Sie halfen beim Transport und wurden später abgeschlagen. Gewinnung und Transport der Tempel-Bauteile können wir uns jetzt also ohne Hightech vorstellen.

Wie aber bekamen die alten Griechen einen Tempel so präzise aufgebaut? Ganz ohne Wasserwaage? Ganz einfach: mit Wasser aber ohne Waage! Stellen Sie sich einfach einmal einen kleinen See anstelle des Tempels vor. Weht kein Wind, ist die Wasseroberfläche millimetergenau horizontal ausgerichtet.

Schlagen Sie jetzt einfach je einen Pfahl in die vier Ecken des Sees, markieren Sie den Wasserstand und lassen Sie das Wasser ab. Diese vier Pfähle mit ihren Markierungen sind nun perfekte Bezugspunkte für die Höhe des Tempelbodens.

Wie aber bekommen wir ihn genauso perfekt rechtwinklig? Auch hierzu brauchen wir wieder nur ganz einfaches Werkzeug, nämlich zwei Pfähle und ein paar Schnüre. Das wussten schon die alten Ägypter. Die alten Griechen kannten dank eines gewissen Pythagoras sogar schon die Theorie dazu.

Funktionieren tat das also alles ohne Ausserirdische oder Götter - es war nur "ein wenig" mühsam.

Siziliens Vulkane - Das brodelnde Paradies

Video "Riserva Naturale Macalube di Aragona" starten

Vulkane? Sizilien hat doch nur einen - den Ätna! Oder etwa nicht? Nein, tatsächlich bietet Sizilien sogar viele Vulkane.

Allerdings ist nur einer von ihnen richtig groß, spektakulär und sogar ein bischen gefährlich - der Ätna. Die Schlote der Vulkane im Naturschutzgebiet "Macalube" (Marker 18 in der Karte oben) sind dagegen so klein, daß höchstens eine Hand hineinpasst.

Und die Hand ist dabei alles andere als in Gefahr zu verbrennen. Im Gegenteil - diese kleinen Vulkane tuen der Haut sogar gut. Sie spucken nämlich Schlamm statt Lava! Die alten Römer nutzten diesen Schlamm für kosmetische Zwecke und zur Linderung von Rheuma.

Weltweit gibt es gut 1000 solcher Schlammvulkane, die Hälfte davon alleine in Aserbaidschan. In Europa sind sie dagegen sehr selten.

Ein Sizilien-Urlaub bietet also die einmalige Chance, diesen "kalten Vulkanismus" fast vor der Haustür hautnah zu erleben. Glaubt man dem Volksmund, entstanden die Schlammvulkane der Macalube im Mittelalter nach einer Schlacht zwischen Arabern und Normannen. Der ausströmende Schlamm wurde "Blut der Sarazenen" genannt.

Einer anderen Legende nach stand in Macalube einst eine Stadt. Die Einwohner hätten sich irgendwann einer lokalen Gottheit gegenüber ungebührlich benommen. Zur Strafe wären sie dann samt Stadt in die "Eingeweide der Erde" gezogen worden.

Das ist natürlich alles Unfug. Daß die Schlammvulkane von Macalube gerade in Sizilien liegen ist allerdings kein Zufall. Schlammvulkane entstehen nämlich dort, wo große Erdplatten aufeinanderstoßen. Unter Sizilien sind das die afrikanische und die eurasische Platte.

Hinzu kommt, daß sich an einigen Stellen zwischen diesen beiden Platten Wasser und Ton befinden. Das Wasser verwandelt den Ton in Schlamm und der Druck der Platten drückt ihn aus einer Tiefe von 4 bis 5 km nach oben. Fertig ist unser Schlammvulkan.

Die kleinen Schlammvulkane in Sizilien sind völlig harmlos. In extrem seltenen Fällen kann allerdings der Druck von unten eine große Schlammfontäne auslösen. Die vielen kleinen Vulkane werden dann für einen kurzen Moment zu einem gefährlich großen. Um jedes Risiko auszuschließen, sollten Sie die abgesperrten Bereiche von Macalube also nicht betreten.

Sizilien - Oase in einer Wüste aus Salz

Video "La Cattedrale di Sale - Realmonte (AG) - Ulisse RAI 3" starten

Von der Terrasse ihrer Ferienwohnung aus erscheint Sizilien-Urlaubern das Mittelmeer unendlich weit. Ein Blick auf die Landkarte zeigt aber, daß es eher ein großes Binnenmeer ist.

Ein Binnenmeer mit einer einzigen winzigen Verbindung zum Atlantik: der Meerenge von Gibraltar. Eng ist es hier nicht nur in Nord-Süd-Richtung, sondern auch von unten. Skipper haben hier zum Teil nur 300m unter dem Kiel.

Im Moment ist das zwar mehr als genug, es kann aber auch schnell einmal enger werden. Dafür sorgen gleich zwei Effekte: Zum einen hebt sich der Boden der Meerenge von Gibraltar, da hier die afrikanische und die eurasische Platte aufeinanderstoßen. Und dann schwankt der Meeresspiegel viel deutlicher, als die meisten von uns wohl ahnen. Während der letzten Eiszeit lag er mehr als 100m niedriger als heute. Sie haben richtig gelesen "einhundert Meter".

Die Meerenge von Gibraltar kann also regelrecht zu einer Staumauer werden. Den Zufluss frischen Wassers vom Atlantik ist dann unterbrochen und das Mittelmeer verdunstet langsam. Und was bleibt am Ende übrig? Genau - eine dicke Salzkruste.

Aus der Salzwüste ragen dann einige grüne Inseln heraus - wie z.B. Sizilien. Danach verschwindet die Salzwüste nach und nach: Wind bestäubt sie mit feinen Tonstaub und Regen macht daraus eine immer dicker werdende Lehmschicht. Irgendwann steigt der Meeresspiegel dann wieder. Der Atlantik drückt mehr und mehr auf die "Staumauer Gibraltar" - solange bis sie bricht und das Mittelmeer wieder vollläuft.

Das alles ist keineswegs Science Fiction, sondern passiert häufiger - jedenfalls in geologischen Zeitmaßstäben. Das Ergebnis: In Sizilien gewinnt man nicht nur "frisches" Salz aus dem Mittelmeer, sondern auch "altes" aus der Erde.

Am spektakulärsten ist die Salzgrube bei Realmonte (Marker 19 in der Karte oben). Wie das Video oben zeigt, haben hier Künstler sogar eine unterirdische Kathedrale geformt. Die Schichten aus Salz und Lehm sind in dieser Kathedrale besonders gut zu erkennen.

Vermutlich sieht es an vielen Stellen unter dem Mittelmeer ähnlich aus. In Realmonte aber, hat die afrikanische Platte das Material nach oben gedrückt und es uns heute so zugänglich gemacht. Da in der Salzgrube noch gearbeitet wird, ist normalen Sizilien-Urlaubern die "Kathedrale von Realmonte" leider nicht zugänglich. Sie steht aber an Sonn- und Feiertagen für religiöse und kulturelle Veranstaltungen zur Verfügung. Konzerte in unterirdischen Salzdomen - soetwas gibt es wohl nur in Sizilien.

Ganz in der Nähe finden Sizilien-Urlauber auch ein anderes Resultat des "Auf und Ab's" des Mittelmeers. Es ist allerdings keine Überraschung, sondern ein weltweit bekanntes Highlight Siziliens - die "Scala dei Turchi":

Sizilianischer Schwefel - Ganz ohne Höllenfeuer

Video "cozzo disi" starten

Daß wir im sizilianischen Boden auf Salz stoßen mag noch verwundern. Schwefel ist aber natürlich zu erwarten. Schließlich gibt es ja mit dem Ätna das passende "Höllenfeuer".

Könnte man jedenfalls meinen. Tatsächlich aber kam Sizilien zum Schwefel wie zum Salz. Salz ist nämlich nicht notwendigerweise gleich Speisesalz. Im Mittelmeer schwimmen eine Menge Salzarten herum - wie z.B. das Sulfat.

Verdunstet das Mittelmeer also einmal wieder - so, wie wir es im vorigen Abschnitt gesehen haben - bleibt nicht nur Speisesalz, sondern auch Sulfat übrig. Sulfat besteht aus Schwefel und Sauerstoff und auf letzteres sind einige Bakterien ganz scharf. Sie entziehen also dem Sulfat den Sauerstoff und übrig bleibt - genau, Schwefel.

Dort wo es zufälligerweise viel Sulfat und viele Bakterien gab, entstand natürlich auch viel Schwefel. An einigen Stellen wurde der zusätzlich durch die Drift der Kontinentalplatten zusammengeschoben und nach oben gedrückt. So auch dort, wo heute Sizilien liegt.

Jahrmillionen später entdeckten dann einige Sizilianer den Schatz unter ihren Füßen. Mit ihm dominierten sie im 19. Jahrhundert den gesamten Weltmarkt für Schwefel. Davon profitierten allerdings nur die sizilianische Oberschicht und die Mafia. Letztere knöpften den alternativlosen Minenarbeitern eine "Vermittlungsgebühr" ab und die Minenbesitzer mussten Schutzgeld zahlen. Der Schwefelabbau war nicht zuletzt deswegen eine miserabel bezahlte Schinderei - wie das Video oben zeigt - und trotzdem teuer.

Und dann erfand Ende des 19.Jahrhunderts ein schlauer Amerikaner ein Verfahren um Schwefel aus dem Boden auszuwaschen. Der Bergbau war damit überflüssig geworden. Da die damalige sizilianische Elite aber gerne alles beim Alten beließ, war ihr Schwefel sehr schnell zu teuer. Eine Schwefelmine nach der anderen musste schliessen und verfiel.

In der Nähe von Casteltermini hielt sich allerdings die Mine Cozzo Disi (Marker 20 in der Karte oben) bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts. Der danach beginnende Verfall ist mittlerweile gestoppt: Die Gemeinde Casteltermini baut sie zu einem Museum um. Ein "Muss" für Sizilien-Urlauber, die an Industriegeschichte allgemein und Bergbau und Mineralogie im Besonderen interessiert sind. Die Eröffnung des Museums steht kurz bevor.

Sizilianischer Bernstein - Die Tränen der Sonnentöchter

Video "Die Bernsteinstraße " starten

Die Götter der alten Griechen hatten recht menschliche Züge. So sorgte Helios nicht nur für den täglichen Lauf der Sonne, sondern er hatte auch landwirtschaftliche Ambitionen: Auf Sizilien hüteten seine Töchter Schafe und Rinder. Helios hatte aber auch einen Sohn - Phaeton.

Paethons sehnlichster Wunsch war es, einmal den Sonnenwagen seines alten Herren steuern zu dürfen. Dem erschien das aber zu gefährlich.

Kinder hören bekanntlich nicht immer auf ihre Eltern und so kam es wie es kommen musste: Bei der nächstbesten Gelegenheit schnappte sich Phaeton - unterstützt von seinen sizilianischen Schwestern - den Sonnenwagen.

Was aber passiert, wenn ein Fahranfänger mit einem Formel-1-Wagen losbraust? Genau - es gibt eine Katastrophe: Phaeton kam der Erde zu nahe, entfachte ein regelrechtes Höllenfeuer und starb. Seine weinenden Schwestern wurden zur Strafe in Pappeln und ihre Tränen in Bernstein verwandelt.

Aus heutiger Sicht sind diese alten Geschichten natürlich Klamauk. Sie haben aber häufig genug einen realen Hintergrund. So ist Sizilien tatsächlich bekannt für einen besonders schön funkelnden Bernstein - den Simetit. Er wird wegen der alten griechischen Sage auch "Tränen der Sonnentöchter" genannt.

Der Name Simetit geht auf den Fluss "Simeto" zurück (Marker 21 in der Karte oben). In seinem Mündungsgebiet fand man früher die größten Mengen des sizilianischen Bernsteins. Heute sind Bernstein-Funde auf Sizilien sehr selten geworden. Falls Sie aber einmal auf Schmuck aus sizilianischem Bernstein stoßen sollten, dann wissen Sie, wie er entstand. Es sind die Tränen der Sonnentöchter.

Junge Wilde und Alte Schätze

Video "Sicily Teaser - Solemar Sicilia - learn Italian in sunny Sicily" starten

Sizilien ist voller alter Schätze. Das gilt auf den ersten Blick auch für den typischen Sizilien-Urlauber. Jedenfalls vermittelt die sizilianische Tourismus-Agentur dieses Bild.

Das ist auch nicht ganz falsch, blendet aber die vielen Angebote für junge Leute aus. Schade eigentlich - denn davon gibt es gerade in und um Catania und Palermo herum sehr viele.

Kein Wunder, denn beide Städte bieten große, international ausgerichtete Universitäten. Dank des Erasmus-Programms trifft sich hier vor allen Dingen die Jugend Europas. Und das natürlich nicht nur zum Studieren. Das Nachtleben in Catania und Palermo ist entsprechend bunt.

Junge Leute kommen aber auch gerne nach Sizilien um hier Italienisch zu lernen. Daß es dabei neben dem Lernen auch Spaß bis zum Abwinken gibt, zeigt das Video rechts oben. Produziert hat es natürlich ein junger Sizilianer.

Noch mehr Tipps für junge Leute gibt es hier:

Logo Solemar Academy

Sizilien-Urlaub im Winter

Sizilien-Urlaub im Winter

Die eigentliche Überraschung hat die RTL allerdings vergessen. Trip Tipp reicht sie deshalb hier nach: Im Winter ist ein Sizilien-Urlaub nämlich mindestens genauso interessant wie im Sommer. Das zeigt schon ein einfacher Vergleich der mittleren täglichen Sonnenstunden:

  • Palermo - Januar:    4,5  Stunden
  • Sylt - Jahresmittel:   4,4  Stunden

Nein, dieses ist kein Druckfehler:
In Palermo scheint die Sonne im Januar täglich durchschnittlich 4,5 Stunden.

Für Sylt - einer "deutschen Sonnen-Insel" - ist das der über das ganze Jahr gemittelte Tagesdurchschnitt !!!
Was liegt also näher, als den Winter-Urlaub auf Sizilien zu verbringen?
Oder dort gleich ganz zu Überwintern?

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Kapitel III:  UNESCO-Welterbe-Stätten auf Sizilien

Italien bietet mehr UNESCO-Welterbe-Stätten als jedes andere Land der Welt. Sechs von ihnen befinden sich in Sizilien. Für eine kleine Urlaubs-Insel ist das eine enorme Dichte. Vier von ihnen gehören zum Welt-Kulturerbe, zwei zum Welt-Naturerbe.

Die folgenden Abschnitte sind Übersetzungen des englischen Originals von Veronica Di Grigoli.

Sie finden weitere spannende Geschichten über Sizilien in ihrem Blog The Dangerously Truthful Diary of a Sicilian Housewife.

Sizilien - Karte der UNESCO-Welterbe-Stätten
  1. Tal der Tempel, Agrigento
  2. Villa Romana del Casale, Piazza Armerina
  3. Syrakus und die Nekropolis von Pantalica
  1. Spätbarocke Städte des Val di Noto
  2. Liparische Inseln (Äolische Inseln)
  3. Ätna

Tal der Tempel, Agrigento

Video "Archaeological Area of Agrigento (UNESCO/NHK)" starten

Agrigento wurde im 6. Jahrhundert v. Chr. von den "alten Griechen" gegründet. Sie entwickelte sich zu einer der wichtigsten Städte des Mittelmeerraums - und blieb dieses für mehrere Jahrhunderte.

Bis heute wurden sieben sehr gut erhaltene Tempel ausgegraben. Aber der Großteil der antiken Stadt liegt nach wie vor unter sizilianischer Erde. Niemand weiß, wieviel davon noch erhalten ist.

Sizilien-Urlauber treffen hier auf Bewässerungssysteme, die Quellwasser aus den Bergen in die Stadt leiteten, die Überreste von Geschäften und Häusern, ein Abwassersystem und eine große Nekropole. Sie wurde vom 7. bis zum 9. nachchristlichen Jahrhundert von Christen genutzt.

Viele Sizilien-Urlauber sind von den wunderschön restaurierten arabischen Gärten von Kolymbéthra begeistert. Hier versorgt ein Bewässerungssystem aus dem 9. Jahrhundert n. Chr. seltene Zitrusbäume und andere Pflanzen, die von den Arabern aus Nordafrika eingeführt wurden.

Villa Romana del Casale, Piazza Armerina

Video "Villa Romana del Casale (UNESCO/NHK)" starten

Die antike "Villa del Casale" wurde im 3. oder 4. Jahrhundert n. Chr. am Fuße des Monte Mangone gebaut. Diese riesige Villa repräsentiert die Spitze des römischen Luxus, der Kultiviertheit und der Kunstfertigkeit - und steht mitten im Nirgendwo.

Die Villa Romana del Casale wurde wahrscheinlich als Herrenhaus angelegt, von dem aus ein großes und reiches Gut mit einer Vielzahl landloser Bauern und Sklaven bewirtschaftet wurde.

Besonders der Boden der Villa hat sich bis heute sehr gut erhalten. Er ist vollständig mit wunderschönen und faszinierenden Mosaiken bedeckt. Zu weltweiter Berühmtheit brachte es der Boden des Fitnessraums. Es zeigt mit Bikinis bekleidete Mädchen, die sich mit Hanteln fit halten.

Im Esszimmer treffen Sizilien-Urlauber auf eine enorme Jagdszene. Sie zeigt Männer, die Rehe, Hasen, Adler, Wildschweine und andere Tiere jagen. Auch die Technologie der Villa Romana del Casale war auf dem neuesten Stand. Die Fußbodenheizung gilt als eines der am besten erhaltenen und öffentlich zugänglichen antiken Heizsysteme der Welt.

Syrakus und die Nekropolis von Pantalica

Video "Syracuse - Sicily - Italy - UNESCO World Heritage Sites" starten

Im Osten Siziliens hat die UNESCO ein Bündel geschnürt. Zu ihm gehören die antike Stadt Syrakus und die Nekropolis von Pantalica. Letztere geht auf die ältesten bekannten Volksgruppen Siziliens zurück - die Sikaner. Sie haben an dieser Stelle vom 13. bis 7. Jahrhundert v. Chr. mehrere Tausend Grabkammern in den Felsen geschlagen.

Ab dem 8. Jahrhundert v. Chr. wurden sie Stück für Stück von griechischen Siedlern verdrängt. Sie gründeten Syrakus, eine Stadt, die sich schnell zu einem herausragenden Zentrum für Wissenschaft und Kultur entwickelte und Athen bald überflügelte.

Welch große Rolle Sizilien im antiken Griechenland spielte, ist heute nur noch wenigen bewußt. Beispielhaft dafür ist die Verwunderung darüber, daß einer der größten Wissenschaftler aller Zeiten Sizilianer war: Archimedes von Syrakus. Im heute noch erhaltenen alten Syrakus gehen Sizilien-Urlauber durch genau diejenigen Straßen, durch die ein splitternackter Archimedes lief und "Eureka!" rief. Er hatte gerade bei einem Bad das Prinzip der Verdängung und des Auftriebs entdeckt - also das nach ihm genannte Archimedische Prinzip.

Das Zentrum des alten Syrakus liegt auf der sehr schönen Halbinsel Ortygia. Hier finden Sizilien-Urlauber einen Athene-Tempel, ein griechisches und auch ein römisches Theater. Die Römer hatten Syrakus im 3. Jahrhundert v. Chr. erobert und die 500 Jahre währende griechische Epoche in Sizilien beendet.

Spätbarocke Städte des Val di Noto

Video "Late Baroque Towns of the Val di Noto" starten

1693 erschütterte ein Erdbeben das Val di Noto im südöstlichen Zipfel Siziliens. Und da damals noch nicht erdbebensicher gebaut wurde, blieb kein Stein auf dem anderen. Umso erstaunlicher ist, daß die Opfer des Bebens acht Städte im damals gerade modernen Stil des sizilianischen Barocks vollständig neu aufbauten.

Caltagirone, Militello Val di Catania, Catania, Modica, Noto, Palazzolo, Ragusa und Scicli stehen heute als Ensemble unter dem Schutz der UNESCO.

Die ehemaligen Elite Siziliens steht heute wegen ihrer Rückständigkeit stark in der Kritik. Der Wiederaufbau des Val di Noto stellt eine große Ausnahme dar: Er wurde zu großen Teilen von ihnen finanziert. Das gilt nicht nur für die Finanzierung an sich, sondern auch die städtebauliche Modernität: Breite und ausgedehnte Boulevards mit dramatischen Panoramen lösten die klaustrophobische Enge mittelalterlicher Gassen ab. Die Städte des Val di Noto gelten heute als einer der Höhepunkte des gesamten europäischen Barocks.

Dem ganzen wird noch ein süßes I-Tüpfelchen aufgesetzt: Modica ist auch berühmt für seine Schokolade. Die Herstellung ist nach wie vor handwerklich und basiert auf alten Rezepten der Azteken. Diese Rezepte waren im Mittelalter mit den Spaniern nach Sizilien gekommen.

Liparische Inseln

Video "Isole Eolie (Aeolian Islands) (UNESCO/TBS)" starten

Die Liparischen Inseln (sie werden auch "Äolische Inseln" genannt) liegen über dem nordöstlichen Zipfel Siziliens. Das Archipel besteht aus den sieben großen Inseln Lipari, Panarea, Stromboli, Vulcano, Alicudi, Filicudi, Salina und fünf kleinen Inselchen. Sie sind alle vulkanischen Ursprungs und vom sizilianischen Festland durch das hier 200m tiefe Mittelmeer getrennt.

Die UNESCO würdigt die Liparischen Inseln als Welt-Naturerbe, weil sie seit über 200 Jahren für Geologen und Vulkanologen eine zentrale Rolle in der Ausbildung und Forschung spielen.

Sizilien-Urlaubern ist das natürlich zu trocken. Sie fasziniert die Aussicht, mit einem noch aktiven aber weitgehend ungefährlichen Vulkan auf Tuchfühlung gehen zu können: dem Stromboli. Er zieht aber nicht nur uns normale Sizilien-Urlauber, sondern auch Schriftsteller und Filmemacher magisch an. Eines der bekanntesten Ergebnisse dieser Anziehungskraft ist wohl der gleichnamige Film Stromboli mit Ingrid Bergmann.

Ätna

Video "Etna, Patrimonio dell'Umanità (World Heritage Site)" starten

Auch das zweite UNESCO Welt-Naturerbe spuckt Lava. Der Ätna ist nicht nur der höchste Vulkan Europas, sondern auch einer der aktivsten Vulkane der Welt. In ihm rumort es praktisch immer. Nicht zuletzt deswegen ist der Ätna - wie der kleinere Stromboli - sehr gut erforscht und sein Verhalten gut vorhersagbar.

Kein Wunder also, daß der Ätna einer der Anziehungspunkte für Sizilien-Urlauber ist. Die meisten von ihnen verwundert, wie kalt es auf seinem Gipfel ist - selbst wenn sie an seinem Fuß noch kräftig geschwitzt haben. Viele der auf dem Gipfel liegenden Steine sind dagegen so heiss, daß man sie nicht in der Hand halten kann.

Die Umgebung des Ätnas ist wohl der größte Gemüsegarten Siziliens. Die Erde ist hier reich an Mineralien und bringt eine enorme Vielfalt wohlschmeckenden Obst und Gemüses hervor. Einziger Nachteil: hin und wieder überschwemmt Lava die Höfe und Anbauflächen. Wegen der guten Vorhersagbarkeit kommt es dabei aber nur zu "Blechschäden". Die Höfe werden einfach in stoischer Gelassenheit an anderer Stelle wieder aufgebaut.

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Kapitel IV:  Sizilien entdecken

Video "SICILIA - Opera Unica (DE) - Sizilien-Video der italienischen Tourismus-Agentur" starten

Der RTL-Trip konnte natürlich nur die klassischen Aktivitäten eines Sizilien-Urlaubs testen. Sizilien bietet aber sehr viel mehr als Sonne, Strand und Lava. Die italienische Tourismus-Agentur gibt in ihrem Video rechts einige Tips dazu.

Im Sizilien-Urlaub wird es also nie langweilig. Hier sind zum Beispiel ein Bade-Urlaub am Meer und das Wandern in den Bergen kein Widerspruch. Im Gegenteil - sie ergänzen sich perfekt. Denn wer möchte schon zwei Wochen lang nur am Strand liegen?

Nichtsdestotrotz steht in einem Sizilien-Urlaub das Meer natürlich im Mittelpunkt. Also beginnen unsere Trip Tipps genau hier:

Meer

Badeurlaub in Sizilien

Daß Sizilien viel Meer bietet, ist natürlich eine Binsenweisheit. Die meisten Urlauber nutzen es aber ein wenig einseitig, nämlich nur zum Baden. Dabei kann man in Sizilien Wassersport jeglicher Art betreiben, z.B. bei der Insel Ustica. Dort wurde das erste Unterwasser-Reservat Italiens eingerichtet - ein Paradies für Taucher.

Urlauber, die sich über der Wasseroberfläche wohler fühlen, entspannen beim Surfen und Segeln. Daß Sizilien ein beliebtes Segelrevier ist, zeigt die Austragung des America's Cup in Trapani.

Und baden kann man natürlich entlang der 1000 km langen Küste Siziliens fast überall. Trip Tipp hilft Ihnen, sich dort zurechtzufinden.

Im Sommer verlegen die Sizilianer ihre Bars nach draussen - und am besten direkt ans Meer. Trip Tipp fand dieses Beispiel in Aspra, dem Hafen von Bagheria.
Fotografin: Britta Bohn Facebook / Google+
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Zuersteinmal ist im Sommer das Meer zum Baden da. Diese Trip Tipp Aufnahme zeigt den bekannten Strand von Cefalu.
Fotografin: Britta Bohn Facebook / Google+
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Die Sizilianer kennen natürlich viele lokale Strände. Sie tauchen in fast keinem Reiseführer auf. Trip Tip hat diesen Dorfstrand in Sant'Elia, einem Ortsteil von Santa Flavia gefunden.
Fotografin: Britta Bohn Facebook / Google+
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Mehr Meer

1000 km - so lang ist die Küste Siziliens.
Es gibt also viel zu sehen - viel mehr als in den Bildern oben.
Ein wenig davon zeigen unsere Trip Tipp Fotografen hier:

Zur Fotostrecke 'Sizilien-Urlaub - Meer'

Natur

Sizilien - Grüne Insel im Mittelmeer

Das bergige Landesinnere Siziliens birgt eine Menge bisher kaum entdeckter Schätze. Selbst das Video der Tourismus-Agentur zeigt sie nicht. Und dabei ist Sizilien mit über 70 Naturreservaten die grünste Insel des Mittelmeers. Mit den Madonien und den Nebroden zählen hierzu auch die größten zusammenhängenden Waldgebiete Siziliens.

Selbst im Hinterland von Palermo gibt es ein riesiges Waldgebiet - den Bosco della Ficuzza. Im Winter trifft man hier sogar auf einen formidablen Wasserfall. Er ist einer der Trip Tipp Geheimtipps für einen Sizilien-Urlaub im Winter. Im Sommer ist der Wasserfall versiegt. Als Entschädigung dafür betört der mediterrane Wald die wenigen Urlauber, die ihn durchwandern mit seinem intensiven Pinienduft.

LIFE - Lo spettacolo della natura
Die sizilianische Natur im Wandel der Jahreszeiten.
Fotograf: Peppe Moschella Youtube
Im Winter ist der Ätna ein Paradies für Skifahrer und ganz Sizilien voller reifer Orangen. Der Trip Tipp Fotografin gegenüber hält sich der Ätna hier im Januar 2012 allerdings ein wenig bedeckt.
Fotografin: Britta Bohn Facebook / Google+
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Die Gorga del Drago (frei übersetzt "Drachenschlund") ist ein Wasserfall am Rande des Bosco di Ficuzza. Dieses Trip Tipp Foto wurde im Januar (!) 2012 aufgenommen.
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Die Madonien sind das zweitgrößte Naturreservat Siziliens. Der "Piano Farina" bietet Urlaubern atemberaubende Panoramen. Mit etwas Glück können Sie hier sogar Adler beobachten. Auf dieser Trip Tipp Aufnahme zeigt sich leider keiner von ihnen.
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Die Scala dei Turchi (frei übersetzt "Türkentreppe") ist eines der markantesten Naturdenkmäler Siziliens. Dieses Trip Tip Foto enstand Anfang Oktober 2011. Wie Sie sehen, ist die Badesaison noch längst nicht beendet.
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Lo Zingaro ist das erste Naturreservat Siziliens. Wie dieses Trip Tip Foto zeigt, treffen hier Siziliens zentrale Naturschätze direkt aufeinander: Berge und Meer.
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Mehr Natur

Wie Sie also sehen, bietet die sizilianische Natur sehr viel mehr als "nur" den höchsten und gleichzeitig auch aktivsten Vulkan Europas. Und ehrlich gesagt sind Berge ohne erkaltete Lavaströme auch viel abwechslungsreicher. Wie abwechslungsreich, das zeigen unsere Trip Tipp Fotografen hier:

Zur Fotostrecke 'Sizilien-Urlaub - Natur'

Tempel

Griechischer Tempel in Selinunte

Sie finden Geschichte öde?
Kein Wunder - setzt man uns Geschichte doch immer noch meistens als Sammlung trockener Fakten vor. Im Sizilien-Urlaub dagegen können Sie die Antike regelrecht durchwandern. Dabei hilft Ihnen Tripp Tip.

Während der Antike war Sizilien 500 Jahre lang ein Teil Griechenlands. Einige der alten griechischen Tempel, Amphitheater und Marktplätze sind erstaunlich gut erhalten. So gut, daß es zum Teil sogar erlaubt ist, sie zu betreten. Im Winter kann es Ihnen passieren, daß Sie völlig alleine mitten in einem riesigen Tempel stehen. Ein Beispiel dafür zeigt das Bild rechts.

In der antiken Stadt Segesta finden heutige Sizilien-Urlauber eines der schönsten griechischen Theater Siziliens. Wie dieses Trip Tipp Foto aus dem Januar 2010 zeigt, haben Sie es im Winter häufig ganz für sich alleine.
Fotografin: Britta Bohn Facebook / Google+
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Selinunte war eine der größten antiken griechischen Städte auf Sizilien. In den enormen Tempeln verlieren sich im Winter nur wenige Sizilien-Urlauber. Wie dieses Trip Tip Foto aus dem Januar 2013 zeigt aber umso mehr Schafe.
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Die antike Stadt Solunto ist die einzige auf Sizilien, deren Grundstruktur vollständig erhalten ist. Wie diese Trip Tip Aufnahme zeigt, wandeln Sizilien-Urlauber hier also auf sehr alten Pfaden.
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Im Tal der Tempel finden Sizilien-Urlauber einige der am besten erhaltenen griechischen Tempel der Welt. Kein Wunder also, daß es die UNESCO zum Weltkulturerbe "geadelt" hat.
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Mehr Tempel

Nicht nur die alten Griechen haben sich in Sizilien wohl gefühlt. Man muss eher fragen, welche antiken Völker nicht in Sizilien "vorbeigeschaut" haben. Unsere Trip Tipp Fotografen geben hier einen kleine Eindruck von deren Hinterlassenschaften:

Zur Fotostrecke 'Sizilien-Urlaub - Tempel'

Städte

Palermo ist voller Architektur-Denkmäler

Sizilien ist zwar ein Teil Italiens aber doch auch eine Welt für sich. Das gilt insbesondere für die Städte. Hier treffen Urlauber auf verschiedenste architektonische Strömungen. Städte wie Cefalù zeigen heute noch den starken Einfluss der Normannen. Sie hatten im Mittelalter die arabische Herrschaft über Sizilien beendet - ohne allerdings die arabische Kultur zu zerstören.

So können Sie z.B. bei einem Palermo-Trip auf Kirchen treffen, deren Äusseres eher einer Moschee ähnelt. Der lange spanische Einfluss zeigt sich in den vielen barocken Gebäuden sizilianischer Städte. Aber auch die Moderne hat ihre Spuren hinterlassen: Die sizilianische Stadt Gibellina bietet den größten Anteil "Moderner Kunst im öffentlichen Raum" in ganz Italien. Hätten Sie das gedacht?

In Agrigento befindet sich eine der ältesten öffentlichen Uhren Siziliens. Wie Sie sehen, hat die Trip Tipp Fotografin hier mittags "zugeschlagen".
Fotografin: Britta Bohn Facebook / Google+
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Der mittelalterliche Waschsalon von Cefalu. Die Trip Tip Fotografin hat hier mit einem Trick die Belichtungszeit ein wenig in die Länge gezogen.
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Der Pate als Werbefläche in Corleone. Die Fotografin hat den Trip nach Corleone übrigens unbeschadet überstanden. Sie war sogar ein wenig enttäuscht - von der echten Mafia ist dort heute nicht mehr viel übrig.
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Palermo gilt gemeinhin als laut und schmutzig. Unsere Trip Tip Fotografin zeigt Ihnen, wo es leise und sauber ist - und musste glücklicherweise nicht lange suchen.
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Trapani war einmal ein sehr reiche Stadt. Hier verstand man es nämlich Salz aus Meerwasser zu gewinnen. Diese Windmühlen sind das Symbol dafür. Trip Tip zeigt, daß das heutige Trapani noch einiges mehr zu bieten hat.
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Mehr Städte

Sizilianische Städte sind also genauso vielfältig wie die sizilianische Natur. Das reicht von kleinen, sich an die Berge schmiegenden Dörfern bis hin zu modernen Großstädten. In dieser Fotostrecke geben unsere Trip Tipp Fotografen einen Eindruck davon:

Zur Fotostrecke 'Sizilien-Urlaub - Städte'

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