Das Fischerdorf Porticello

Santa Flavia - Anleger im Hafen von Porticello

Porticello ist ein Ortsteil von Santa Flavia. So jedenfalls sieht es organisatorisch aus. Die Bürger von Porticello sehen das allerdings anders. Schließlich gab es Porticello lange vor den Filangeri.

Damals kamen Bewohner des heissen Landesinneren zum Fischen hierher. Hier gab es einen natürlichen Hafen und Tuffstein-Höhlen, in denen man wohnen konnte. Der Name Porticello stammt aus dieser Zeit: Er bedeutet "kleiner Hafen".

Nach und nach entschieden sich mehr und mehr Fischer zu bleiben. Die Höhlen wurden zu Häusern und aus dem kleinen Naturhafen ist der zweitgrößte Fischereihafen Siziliens geworden. Es wundert also nicht, daß der Hafen (Marker 12 im Stadtplan) Lebensmittelpunkt Porticellos ist.

Und so wundert es auch nicht, daß die Schutzheilige Porticellos (Santa Maria del Lume) vor allen Dingen die Schutzheilige der Fischer ist. Ältere Einwohner erzählen Besuchern gerne die Geschichten wundersamer Rettungen aus Seenot. Weniger religiösen Zuhörern erscheint das vielleicht als Seemannsgarn, tatsächlich ist es den Erzählern aber sehr ernst. Vergessen wir nicht, daß die Fischerei bis heute einer der gefährlichsten Berufe ist.

Es wundert daher auch nicht, mich welcher Inbrunst der Tag der Schutzheiligen gefeiert wird. Die Prozession beginnt in der Kirche (brauner Marker 13 im Stadtplan) und führt über das Meer zu einer kleinen Kapelle auf dem Capo Zafferano. Von dort geht es dann zurück in die Kirche:

PORTICELLO 2014

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Sizilien - Porticello - Hafen
Der Hafen von Porticello
Sizilien - Anleger im Hafen von Porticello
Anleger im Hafen von Porticello

Borgo di Santa Nicolicchia - Bucht mit Blick

Borgo di Santa Nicolicchia

Beweise gibt es zwar nicht aber im Borgo di Santa Nicolicchia könnte der Ursprung Porticellos liegen. Der Stadtplan (brauner Marker 14) und das Bild rechts zeigen wieso: Der Borgo di Santa Nicolicchia ist ein perfekter Naturhafen.

Und tatsächlich stand auf der Mole schon im 15. Jahrhundert eine (heute nicht mehr existierende) Kapelle. Sie war dem Heiligen Nikolaus gewidmet - woher sich also auch der Name unseres Naturhafens ableitet.

Der Sage nach, haben hier eines Tages Fischer das Gemälde der Santa Maria del Lume in ihrem Netz gefunden. Sie stellten es in der Kapelle auf und erklärten sie zur Schutzheiligen des Meeres und der Stadt.

Heute ist der Borgo di Santa Nicolicchia ein kleiner Hafen für Sportboote und ein beliebtes Ziel für Spaziergänge. Ausserdem locken ein bekanntes Fisch-Restaurant (roter Marker 22 im Stadtplan), eine Pizzeria (roter Marker 23 im Stadtplan) und vor allen Dingen ein malerischer Blick.

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